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  Johann Sebastian Bach - Magnificat D-Dur BWV 243  
 
 

Live-Konzert im Jahre 2000 im Kloster Melk, Niederösterreich
(Quelle Youtube)

Christine Schäfer - Sopran
Anna Korondi - Sopran
Bernarda Fink - Mezzosopran
Ian Bostridge - Tenor
Christopher Maltman - Bariton
Concentus Musicus Wien
Arnold Schönberg Chor
Nicolas Harnoncourt - Dirigent


 
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   

Das Magnificat D-Dur BWV 243, ein bedeutendes Werk Johann Sebastian Bachs, beruht auf einem Lobgesang Marias aus dem Lukasevangelium (Kapitel 1, Vers 46-56): Maria besucht nach der Verkündigung ihre Cousine Elisabeth und preist Gott – eine Begebenheit, die gemeinhin als «Mariä Heimsuchung» bezeichnet wird. Elisabeth erkennt hier die Rolle Marias als Muttergottes.

Vor der Entstehung des Bach-Werkes wurde in Leipzig im Rahmen der evangelischen Liturgie eine deutsche Version des Magnificat gesungen, die auf einer Übersetzung des lateinischen Textes von Martin Luther basierte und, wie Luther anregte, auf dem 9. Psalmton zu singen war.

Bachs Magnificat ist lateinisch, was nur bei sehr wenigen seiner Kompositionen der Fall ist. Eine erste Fassung in Es-Dur entstand 1723 und war für einen Weihnachtsgottesdienst bestimmt, weshalb es vier weihnachtliche Einlagesätze enthielt.

Später transponierte Bach das Werk nach D-Dur, um einen strahlenderen Klang der Trompeten zu erzielen. Er liess die Einlagesätze weg und behielt nur den ursprünglichen Magnificat-Text und ein Gloria. Diese bis heute bekannte Version wurde vermutlich zum Fest Mariä Heimsuchung am 2. Juli 1733 uraufgeführt.