Hans Huber wurde am 28. Juni 1852 in Eppenberg bei Aarau, als Sohn eines Lehrers, geboren. Als Zehnjähriger trat er als Sängerknabe in das Choraulen- und Partisten-Institut in Solothurn ein und machte dort seine Matura.
1870 begann er sein Studium bei Carl Reinecke am Konservatorium Leipzig. Nach einer ersten Anstellung im Elsass, zog er 1877 nach Basel, wo er als Klavierlehrer an der Allgemeinen Musikschule wirkte und diese ab 1896 leitete.
Zusammen mit dem in Zürich wirkenden Friedrich Hegar regte Huber im Jahre 1900 die Gründung des Schweizerischen Tonkünstlervereins an. Er war Mitbegründer des Basler Konservatoriums und ab 1918 dessen Direktor. Von diesem Posten trat Huber 1918 krankheitshalber zurück und verstarb am 25. Dezember 1921 in Locarno.
Zusammen mit Hermann Suter gehörte Huber zur Jahrhundertwende zu den bedeutendsten Komponisten der Deutschschweiz. Mit seinem an Schumann und Brahms geschulten, kraftvollen und doch sensiblen Stil wurde er um 1900 zu einer nationalen Persönlichkeit und erlangte darüber hinaus internationale Beachtung.
Während sich die Tonträgerindustrie bislang vor allem der Orchesterwerke angenommen hat, sind die eigentlichen Schätze aus Hubers Kammer- und Kaviermusik sowie seinen Liedern und Chören zum grössten Teil noch nicht gehoben. In diesen kammermusikalischen Arbeiten zeigt sich eine weitaus persönlichere und eigenständigere Handschrift als in den monumentalen Werken.
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